Frauenring zum Equal Pay Day: Einkommensgerechtigkeit als Auftrag für die Regierung

„Ganze 18,4 % verdienen Frauen in Österreich durchschnittlich weniger als Männer – das führt uns der Equal Pay Day am 1. November wieder einmal drastisch vor Augen. Die kommende Regierung muss alle Hebel in Bewegung setzen, um endlich Gerechtigkeit bei den Einkommen herzustellen!“, fordert Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

„Mit dem Beschluss der europaweiten Lohntransparenzrichtlinie wurde der Regierung ein wirksames Instrument in die Hand gegeben. Es ist höchste Zeit, dass Österreich diese bis 2026 mit allen beteiligten Stakeholdern kompetent umsetzt“, so Frieben.

Der Österreichische Frauenring hat in seinem Forderungskatalog an eine neue Bundesregierung Einkommensgerechtigkeit als eine von zehn zentralen Forderungen aufgeführt. Darin fordern wir neben der Umsetzung der Lohntransparenzrichtlinie die Neubewertung von Arbeit und die Aufwertung der frauendominierten Branchen.

Ebenso rasch und ausreichend muss in den Ausbau der sozialen Dienstleistungen, insbesondere in Kinderbildungseinrichtungen sowie Pflege- und Betreuungsstrukturen investiert werden. Weiters müssen seitens der Regierung die notwendigen Schritte gesetzt werden, um die partnerschaftliche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit zu forcieren und Anreize für eine stärkere Väterbeteiligung zu schaffen. So hat die Zeitverwendungsstudie 2023 deutlich gezeigt, dass Frauen in Österreich mehr unbezahlte als bezahlte Arbeit leisten.

„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, diese Forderung ist 71 Jahre nach Einführung des Gleichheitsgrundsatzes im Parlament aktueller denn je. Dass er bis heute nicht umgesetzt ist, ist schlichtweg inakzeptabel. Einkommensgerechtigkeit ist ein wichtiger Schritt zur ökonomischen Absicherung von Frauen und muss auch politisch ganz oben auf der Agenda stehen“, so Frieben abschließend.

Beiträge zum Thema

Wählen Sie eine oder mehrere Kategorien aus. Ohne Auswahl werden alle Artikel angezeigt.

Themen filtern

Hier findest du Presseaussendungen und Blogartikel über unsere Arbeit und unsere Positionen zu unterschiedlichen Themen.

  • Arbeit und Soziales

Das Budget der Vielen – Es gibt eine Alternative!

Im Vorfeld der Budgetrede des Doppelbudgets 2027/2028 haben elf zivilgesellschaftliche Organisationen vor dem Parlament ein alternatives Budget, das „Budget der Vielen“ vorgestellt. Hinter dem hier vorgestellten Alternativen Budget stehen folgende…

Weiterlesen über Das Budget der Vielen – Es gibt eine Alternative!
  • Familie

Unterstützungsfonds für Alleinerziehende kommt!

Die Regierung hat einen Gesetzesentwurf für einen Unterstützungsfonds für Alleinerziehende vorgelegt, nach dem erstmals der Staat Alleinerziehende bei Nichtbezahlung des Kindesunterhaltes unterstützt. Dieses Gesetz darf als Meilenstein betrachtet werden, gab…

Weiterlesen über Unterstützungsfonds für Alleinerziehende kommt!
  • Arbeit und Soziales
  • Gewaltschutz

Null Toleranz bei sexueller Belästigung

Belästigung und Machtmissbrauch sind keine Kavaliersdelikte! „Sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch sind keine Kavaliersdelikte, wie dies gerade von verschiedenen Akteuren in der öffentlichen Diskussion dargestellt wird,“ kritisiert Klaudia Frieben, Vorsitzende des…

Weiterlesen über Null Toleranz bei sexueller Belästigung
  • Flucht und Migration
  • Gewaltschutz

Stellungnahme zum Förderstopp von ZARA

++ Update 23.04.: Frauenministerin Holzleitner und Vizekanzler Baber haben den Fortbestand von ZARA bis Ende 2026 gesichert. ++ Die Einstellung der Förderungen von ZARA im laufenden Betrieb muss mit aller…

Weiterlesen über Stellungnahme zum Förderstopp von ZARA