Equal Pay Day 2026: 42 Tage arbeiten Frauen gratis

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, bitte warten!

1953 wurde der Gleichheitsgrundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ unterzeichnet und sollte den Weg für Gleichstellung im Arbeitsleben ebnen. Damals galt es in erster Linie, in den Kollektivverträgen Frauen- und Männerlohngruppen abzuschaffen. Die Arbeit wurde nicht nach der Tätigkeit, sondern nach dem Geschlecht bezahlt. Es war die Grundlage für ungleiche Bezahlung, die sich fortsetzte und leider noch immer nicht bereinigt wurde. 2026, also 73 Jahre später, sind wir daher noch immer nicht am Ziel der gleichen Bezahlung für die gleiche Leistung angekommen.

42 Kalendertage arbeiten Frauen statistisch gesehen ab dem Jahresanfang 2026 gratis, erst ab dem 11. Februar erhalten sie für ihre Arbeit eine Entlohnung. Der Einkommensunterschied im Frühjahr 2026 beträgt 11,6 %. Das ist weder fair noch gerecht.

Es ist darum auch nicht fair, weil der Einkommensunterschied die soziale Absicherung und Sozialleistungen massiv verschlechtert. Es entsteht nicht nur eine vorprogrammierte Altersarmut, sondern beeinflusst auch massiv Leistungen wie das Wochengeld, das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld oder das Arbeitslosengeld.

Die detaillierte Auswertung nach Berufsgruppen und ganzjährig Vollzeitbeschäftigter Frauen zeigt ein noch deutlicheres Bild.

Arbeiterinnen -25,1 %

Angestellte -27,9 %

Vertragsbedienstete -6,1 %

Beamtinnen +4,8 %

Sieht man sich die Entwicklung der letzten Jahre des Frühjahrs Equal Pay Day an, so konnten kaum wesentliche Verbesserungen erzielt werden.

Equal Pay Day 2026 – 11. Februar 2025 – minus 11,6% Einkommen

Equal Pay Day 2025 – 13. Februar 2025 – minus 12,2% Einkommen

Equal Pay Day 2024 – 14. Februar 2024 – minus 12,4% Einkommen

Equal Pay Day 2023 – 16. Februar 2023 – minus 12,5% Einkommen

Der Frühjahrs Equal Pay Day wird sowohl von der Equal Pay – Initiative für Einkommensgerechtigkeit als auch den Business Professional auf Basis der Medianeinkommen errechnet. Auch im Herbst wird der Equal Pay Day von der Arbeiterkammer auf Basis der Durchschnittseinkommen errechnet und der Tag markiert, ab dem Frauen bis zum Jahresende gratis arbeiten. Aber beide Tage markieren die noch vorherrschenden Unterschiede.

Der Frühjahrs Equal Pay Day macht auch heuer wieder darauf aufmerksam, dass strukturelle Benachteiligungen nach wie vor vorhanden sind. Daher ist es dringend notwendig, die EU-Lohntransparenzrichtlinie klug umzusetzen, Sanktionen einzuführen und die strukturellen gesellschaftspolitischen Benachteiligungen endlich zu beseitigen.

Alle Infos zum Frühjahrs Equal Day können im Fact Sheet von Mag.a Christa Kirchmair von der Equal Pay – Initiative für Einkommensgerechtigkeit nachgelesen werden.

www.equalpay.center

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