Frühjahrs-Equal-Pay-Day: Bis 13. Februar arbeiten Frauen gratis

„2025 arbeiten Frauen statistisch gesehen bis zum 13. Februar ganz ohne Bezahlung – obwohl sie im Erwerbsleben dieselbe Leistung erbringen. Ein Zustand, der sich zu langsam ändert, und die vielen strukturellen Nachteile von Frauen im Erwerbsleben deutlich macht“, kritisiert Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Frauen verdienen in Österreich durchschnittlich 12,18 Prozent weniger als Männer. Wie Berechnungen der Statistik Austria zeigen, sind die Unterschiede in den einzelnen Berufsgruppen allerdings sehr hoch. Während Beamtinnen sogar ein höheres Einkommen als ihre Kollegen haben, verdienen Arbeiterinnen und Angestellte noch immer deutlich weniger als ihre Kollegen.  

„Neben gesellschaftspolitischen Maßnahmen braucht es dringend eine Neubewertung der Arbeit von Männern und Frauen. Die beschlossene Lohntransparenzrichtlinie der EU sieht eine solche Bewertung vor, nun liegt es an einer guten Umsetzung in Österreich, in die alle Stakeholder miteinbezogen werden müssen“, so Klaudia Frieben. „Die Aufwertung von frauendominierten Branchen und die Beseitigung von Einkommensdiskriminierungen sind wichtige Schritte, die Frauen zum gleichen Einkommen wie Männer verhelfen.“ 

„Dass Frauen Jahr für Jahr finanziell benachteiligt werden, ist nicht hinnehmbar. Lohntransparenz ist der Schlüssel, um Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen und zu beseitigen“, betont Christa Kirchmair, Präsidentin der Initiative Equal Pay und Vorständin im Österreichischen Frauenring. „Es ist höchste Zeit, dass Unternehmen offenlegen, wie Gehälter strukturiert sind, und dass gesetzliche Vorgaben konsequent durchgesetzt werden. Nicht zuletzt dadurch werden wirtschaftliche Vorteile wie höhere Beschäftigung und neue Arbeitsplätze erreicht. Das bedeutet wirtschaftliches Wachstum für uns alle.“

„Gleiche Leistung muss auch gleich bezahlt werden, alles andere ist inakzeptabel“, so Klaudia Frieben abschließend.

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